Erster Sieg in Oberstdorf geht an Lamparter

Julian Schmid bleibt als bestem Deutschen nur der vierte Platz
Der erste Sieg im Weltcup der Nordischen Kombination vor 2500 Zuschauern ging nach Österreich. Johannes Lamparter verteidigte im 10-km-Rennen im Langlaufstadion im Ried mit einer Zeit von 23:25.0 Minuten den ersten Platz, den er nach seinem 139,0 Meter-Sprung am Vormittag eingenommen hatte. Mit seinem Landsmann Franz-Josef Rehrl hatte der Mann im Gelben Trikot über drei Runden ein Kraftpaket gebildet, sich aber nach acht Kilometern abgesetzt. Topspringer Rehrl (- 22,3 Sekunden) konnte ohne den Teampartner letztlich auf der Loipe auch seinen zweiten Platz nicht halten. Den machte Jens Luraas Oftebro mit einem Rückstand von 19,4 Sekunden klar. Der Norweger hatte gemeinsam mit dem Oberstdorfer Julian Schmid in der letzten Runde, wie geplant, zum Angriff aufs Podest geblasen. Aber er hatte am Ende noch mehr Reserven als der Deutsche. Für Schmid blieb bei einem Rückstand von 27,6 Sekunden auf Lamparter nur der undankbare vierte Rang und der tat vor dem begeisterten heimischen Publikum richtig weh.
Erik Frenzel (SSV Geyer) war mit einem Rückstand von 2:11 Minuten von Platz 14 aus gestartet und erreichte in einer beherzten Aufholjagd noch den zehnten Platz. Johannes Rydzek (SC Oberstdorf) kam auf Rang 15 und Fabian Riessle (SZ Breitnau) auf Rang 17. Wendelin Thannheimer hatte richtiges Pech: nachdem ihm die Skibindung aufgegangen war, blieb dem letzten der Oberstdorfer nur der 29. Platz.
Terence Weber (SSV Geyer) war nach dem Springen ebenso nicht mehr zum Langlauf-Wettbewerb gestartet wie Manuel Faißt (SV Baiersbronn). Gesundheitlich nicht komplett auf der Höhe, hatten die beiden auf den kräftezehrenden 10-Kilometer-Lauf verzichtet.